Die Saison ist vorbei! Es lebe die neue Saison!

Almost game time!

Moin!
Erstmal wünsche ich euch allen treuen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr!
In den letzten Wochen habe ich mich ja etwas rar gemacht. Dies war bedingt durch viel Arbeit vor Weihnachten und noch dazu etwas Frustration über die derzeitige Lage. So wußte ich nicht richtig womit ich euch langweilen kann und dann habe ich es lieber gelassen. Aber jetzt, nach Abschluß der Saison, ist die Zeit wieder reif für einen neuen Artikel.

Mit dem Januar begann dann auch für die Broncos die Off-Season, welche vermutlich spannender wird als die vergangene Spielzeit.

Mit 5:11 haben wir 2017 abgeschlossen. Wer hätte das gedacht? Ich werde jetzt nicht nochmal die alten Statistiken rauskramen, wann – wie oft losing season – 1967 – losing streak, davon hatte ich zu viel in letzter Zeit und es hilft auch nicht weiter. Entscheidend ist das hier und jetzt und genau da hakt es aktuell an viele Ecken.

Am 1. Januar ging es dann auch gleich rund in Dove Valley. Die von vielen erwartete Entlassung von Head Coach Vance Joseph blieb allerdings aus. Zusammen mit den Offensive und Defensive Coordinators Bill Musgrave und Joe Woods, darf er auch 2018 weitermachen.Dafür erwischte es folgende 6 Personalien: Special Teams Coach Brock Olivo, Assistant Head Coach und Running Back Coach Eric Studesville, Wide Receiver Coach Tyke Tolbert, OLB Coach Fred Pagac, O-Line Coach Jeff Davidson und Assistant DB Coach Johnnie Lynn. Mit der Entlassung von Brock Olivo wird wohl kaum jemand ein Problem haben, aber daß Studesville und Tolbert gehen mußten, ist schon weitaus überraschender. Übrigens, Eric Studesville wird aktuell als neuer Head Coach bei den New York Giants gehandelt.

Naja, man hat also aufgeräumt, auch wenn es vielen Broncos-Fans nicht weit genug geht, denn ein Großteil hatte den Kopf von Vance Joseph gefordert. Die Gründe die zu seinem Verbleib geführt haben, sind auch etwas undurchsichtig. Oder um nicht zu sagen, unverständlich. Angeblich hat ein Gespräch mit den Spielern den Rookie Coach in letzter Sekunde gerettet. Ob das alles so gut ist, weiß ich auch (noch) nicht. Prinzipiell bin ich kein Freund von schnellen Entlassungen (nach einem Jahr). Es ist ja leider Mode, den Leuten kaum noch Zeit zu geben. Stellt sich kein prompter Erfolg ein, dann wird der Coach entlassen. Aber ist das langfristig immer so gut? Daher habe ich mit der Entscheidung an VJ festzuhalten (erstmal) kein Problem. Sein weiteres Wirken wird natürlich unter genauer Beobachtung stehen. Gary Kubiak ist nun auch wieder mit mehr Rechten und Pflichten im Hinblick auf die Kaderplanung eingebunden, was sicherlich hilfreich für den noch jungen Coach ist.

Über die Rolle von Elway könnte man jetzt noch ein oder zwei Artikel schreiben, doch will ich mir da nicht zu viel anmaßen und schon gar nicht über ihn richten. Das machen schon genug andere und viele ziemlich respektlos, was mir sehr mißfällt. Kritik ist immer angebracht, aber bitte sachlich und mit dem nötigen Respekt. Man sollte seine Erfolge und Verdienste für das Team niemals vergessen. Dennoch ist er nicht der alleinige Herrscher in Mile High und Kritik ist durchaus angebracht.

Meine Kritik an „Big E“ sieht wie folgt aus:
Nimm dich etwas zurück und laß deine Coaches ein Team bilden. Hole die Leute, die deine Coaches für ihr System benötigen und haben wollen. Das gilt für den neuen Trainerstab, der nun natürlich aufgebaut werden muß, und auch für Spieler, die verpflichtet werden müssen oder von denen man sich trennen sollte. Ein bißchen weniger Elway tut den Broncos sicher auch mal gut. Gerade was Entscheidungen im Draft angeht, lag er ja in den letzten Jahren etwas daneben.

Die Franchiseführung unter CEO Joe Ellis hat sich gestern auch zur Saison geäußert, sich bei den Fans bedankt, die Ticketpreise für die nächste Saison eingefroren, aber auch etwas ungewöhnliche Aussagen im Hinblick auf die Siegermentalität gemacht, die ich nicht so ganz verstehe. Wir kennen die Broncos als ein Team, welches jedes Jahr um den Super Bowl mitspielen möchte. Ist man davon zu weit entfernt, wie in den letzten beiden Jahren, dann gilt die Saison als verlorene Saison. Damit haben wir uns identifiziert. Nun stellt man aber diese Mentalität in Frage und will in den kommenden Wochen das gesamte Personal „umerziehen“. So wie ich das verstanden habe, muß es nun doch nicht immer der Super Bowl sein. Vielleicht habe ich da etwas mißverstanden, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, daß man durch einen solchen Schritt etwas Druck von allen Schultern nehmen möchte. Viel mehr möchte ich da erstmal nicht reininterpretieren und schaue lieber wie sich die nahe Zukunft gestalten wird.

Der wichtigste Punkt ist dabei natürlich die leidige Quarterback-Frage.
Es deutet wohl aktuell alles auf die Verpflichtung eines erfahrenen Quarterbacks in der Free Agency hin. Bei den Kandidaten wird fast nur Kirk Cousins genannt. Ich könnte mir aber auch andere Alternativen vorstellen, da Cousins extrem teuer ist und es sicher auch Konkurrenz von anderen Teams gibt. Man sollte sich vielleicht nicht nur auf die Free Agents konzentrieren. Einen Trade halte ich ebenfalls für möglich. Dafür wird man dann allerdings einen oder zwei Top-Spieler abgeben müssen. Bei diesen Spielchen tauchen meist die Namen Sanders, Wolfe oder Chris Harris Jr. auf. Dies sind natürlich alles nur Spekulationen. Man weiß aber auch, daß Tyrod Taylor in Buffalo und Buffalo (warum auch immer…) mit Taylor nicht glücklich ist. Ein weiteres durchaus mögliches Hirngespinst ist ein Trade mit den Colts für Andrew Luck. Das klingt alles noch etwas weitab, aber warten wir nur bis der Super Bowl gelaufen ist, dann geht es wieder in die Vollen.

Free Agents auf Seiten der Broncos sind dieses Jahr relativ dünn gesät. Da haben wir u.a. Virgil Green, Todd Davis, Donald Stephenson, Jamaal Charles, Cody Latimer und natürlich Brock Osweiler. Charles und Brock werden den Club sicher verlassen, die anderen vier genannten wird man wohl eher versuchen zu halten. Stephenson wird noch ein Wackelkandidat sein, aber wohl nur abhängig von einer Verpflichtung eines Right Tackle. Da sollte man meiner Meinung nach unbedingt aktiv werden.

Und dann haben wir im April den Draft. Da werde ich heute noch keine Prognosen abgeben, nur die eine, es wird bestimmt ein Quarterback gedraftet.
Das soll es dann erstmal wieder gewesen sein. Ich hoffe ihr seid nicht zu sehr betrübt über die abgelaufene Saison. Wir blicken nach vorn und freuen uns auf den neuen Kader und die neue Saison. Ich bin mir sicher, daß wir 2018 besser als 5:11 sein werden.

Der Spielplan sollte helfen, da wir nicht ganz so schwere Brocken bekommen haben wir 2017. Allerdings ist es vielleicht noch zu früh solche Behauptungen anzustellen, denn wenn wir was in dieser Saison gelernt haben, dann, daß fast jedes Team für eine Überraschung gut ist.

Mile High Salute
Gordon
Twitter: @nenntmichGordon

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